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Pflegefachfrau/Pflegefachmann

Pflegefachkräfte erheben den Pflegebedarf von Menschen aller Altersstufen, sie planen die Pflegemaßnahmen und steuern den Pflegeprozess. Außerdem werten sie das Ergebnis der Pflege aus.

Sie können in allen Versorgungsbereichen der Pflege arbeiten. Mögliche Bereiche sind Krankenhäuser, Wohneinrichtungen für alte und pflegebedürftige Menschen oder die ambulante Pflege.

Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung sind der mittlere Schulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss. Auch der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung (z.B. der erweitere Hauptschulabschluss) ist möglich. Interessenten, die einen Hauptschulabschluss nach neun Jahren erworben haben, können über den Abschluss einer Helfer- oder Assistenzausbildung in die Ausbildung einsteigen.

Die Ausbildung erfolgt in einem Wechsel zwischen theoretischem und praktischen Unterricht und  Praxiseinsätzen statt. Die Praxiseinsätze finden in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, der ambulanten Pflege und weiteren Einrichtungen statt.

Der Verdienst ist abhängig vom Träger und den entsprechenden Tarifen. Im Schnitt liegt der Verdienst bei ca. 2.900 EUR.

 

Weitere Infos finden Sie hier

 

Inhalte

Nach §1 Absatz 1 und Anlage 1,2 PflAPrV/ §4,5  PflBrefG

Die Inhalte der Ausbildung sind in Theorie- und Praxisblöcke aufgeteilt und werden den folgenden übergeordneten Kompetenzbereichen zugeteilt:

  • Pflegeprozesse und Pflegediagnostik
  • Kommunikation und Beratung
  • Intra- und interdisziplinäres Handeln
  • Recht und Ethik
  • Pflegewissenschaft und Berufsethik

Ein inhaltlicher Fokus liegt auf den Vorbehaltsaufgaben der Pflege. Für den Pflegebereich werden erstmals bestimmte berufliche Tätigkeiten, die dem Pflegeberuf nach diesem Gesetz vorbehalten sind, also nur von entsprechend ausgebildetem Personal ausgeführt werden dürfen, geregelt und tragen somit zur Klärung von Aufgaben und der Aufwertung der Bedeutung professioneller Pflege in Deutschland bei. Die Erhebung und Feststellung des Pflegebedarfs, die Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses sowie die Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Pflegequalität ist demnach ausschließlich Pflegefachfrauen und -männern erlaubt.

Ausbildungsdauer (gesamt/täglich)

3 Jahre (2.100h Theorie/2.500h Praxis); 8 Unterrichtsheiten täglich (1UE=45 min.)

Zugangsvoraussetzungen

1.) mittlere Schulabschluss (Mittlere Reife) oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss

2.) Hauptschulabschluss oder ein anderer als gleichwertig anerkannter Abschluss, zusammen mit dem Nachweis

    a)       einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer

    b)       einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer

    c)       einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in der Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer

    d)       einer auf der Grundlage des Krankenpflegegesetzes vom 4. Juni 1985 (BGBl. I S. 893) erteilten Erlaubnis als Krankenpflegehelfer*in

3.) der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung.

Start jährlich

jeweils zum 01.März, 01.Mai, 01.Juli, 01.September, 01.November

Bewerbung

zum Bewerbungsportal: 

Vergütung

1.140,69€ (brutto) im 1. Ausbildungsjahr

(Angaben beziehen sich auf Träger Kliniken Maria Hilf)
Prüfung

Die staatliche Prüfung umfasst jeweils einen schriftlichen, einen mündlichen und einen praktischen Teil. Gegenstand sind die auf §5 des Pflegeberufegesetzes beruhenden, in Anlage 2 aufgeführten Kompetenzen